Sonntag, 7. Januar 2018

Die Nightingale Schwestern - Geheimnisse des Herzens

R E Z E N S I O N

Donna Douglas (Ulrike Moreno) | 511 Seiten | 8,99 € (eBook) - 9,99 (TB) | Bastei Lübbe

Band 2

WORUM GEHT'S?
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London, 1935. Für die Schwesternschülerinnen des berühmten Nightingale Hospitals beginnt das zweite Jahr ihrer Ausbildung. Die Lehrschwestern wachen mit strengem Blick über die jungen Frauen, die derweil ganz andere Sorgen beschäftigen: Während die sonst so forsche Dora unter furchtbarem Liebeskummer leidet, wird ihre Freundin Millie von gleich zwei attraktiven Männern umworben. Auch die neue Nachtschwester sorgt für Aufregung, denn Violet scheint nicht die Frau zu sein, für die sie sich ausgibt ...
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EIGENE MEINUNG

Im letzten Jahr hat sich mein Lesegeschmack ein wenig gewandelt, was sich daran zeigt, dass ich ein großes Interesse für Bücher entwickelt habe, die im 20. Jahrhundert spielen, vorzugsweise in Deutschland, England oder den USA. In dieses Schema passt auch die Reihe der Nightingale Schwestern, deren erster Band 1934 in London spielt. Diesen habe ich vor ca. einem halben Jahr gelesen und geliebt. Nun habe ich endlich den zweiten Band gelesen, aber wie hat er mir gefallen?

Es war wie nach Hause kommen.

Bei vielen Buchreihen dauert es einige Bände, bis man sich beim Aufschlagen der Seiten wie Zuhause fühlt, bei anderen setzt dieses Gefühl gar nicht ein. Bei dieser Reihe hat allerdings schon der zweite Teil es geschafft, mir ein Gefühl von nach Hause kommen zu geben. Der erste Band mit dem Untertitel 'Freundinnen fürs Leben' past hier wie die Faust aufs Auge. Es klingt wahrscheinlich abgedroschen, aber ich habe mich sehr auf ein Wiedersehen mit Millie, Dora und Helen gefreut, die auch von den ersten Seiten wieder mit dabei waren. Es war wie ein Treffen mit Freundinnen. Aber auch neue Personen lernen wir im Jahr 1935 kennen, von denen ich vor allem Violet in mein Herz geschlossen habe.


Im Nightingale steppt der Bär!

Dass in einem Krankenhaus wie dem Nightingale ganz schön was los ist, bekommt man im ersten Teil der Reihe schon am Rand mit, aber nun wird man als Leser voll und ganz in das Krankenhausleben geworfen. Die zu behandelnden Patienten werden mehr in die Geschichte eingebracht und die Ausbildung der Schwesterschülerinnen wird detailierter an täglichen Situationen erklärt, was ich sehr spannend und manchmal auch erschreckend eklig fand. Ich wünschte, ich könnte so einen sozialen Beruf ausüben, aber was die Nightingale Schwestern alles erleben Tag für Tag, könnte ich wohl nicht aushalten. Umso spannender ist es für mich darüber zu lesen.

Womit ich allerdings so meine Probleme hatte, waren die Namen der Stationsschwestern. Im Nightingale sind sie nach ihren Stationen benannt, im privaten Bereich tragen sie dann logischerweise ihre normalen Namen, was mich unglaublich verwirrt hat. Ich hoffe, das bessert sich in den nächsten Bänden noch.

Starke Frauen wohin man schaut!

Was mir auch schon am ersten Band so gut gefallen hat, setzt sich in seinem Nachfolger fort: Das Buch ist voller Frauen mit starkem Charakter. Natürlich zweifeln sie mal an sich und machen Fehler, aber wirklich jede von ihnen gibt jeden Tag alles, obwohl sie mit privaten Problemen umgehen muss. Sie kämpfen gegen die ihnen von Geburt an angedichteten Vorurteile oder gegen die für sie vorgesehenen gesellschaftlichen Stände und die damit verbundenen Regeln an. Sie schließen Freundschaften, verlieben sich, genießen das Leben und arbeiten hart. Ich habe die Seiten dieses Buches nur so inhaliert und habe mir mal wieder gewünscht, ein Teil davon zu sein. Was Donna Douglas uns mit den Nightingale Schwestern erleben lässt ist wirklich großartige Unterhaltung, die in einer spannenden Zeit stattfindet!

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 KURZ GESAGT

Auch der zweite Band der Nightingale Schwestern konnte mich voll und ganz überzeugen. Die Seiten flogen nur so dahin, was vor allem an den spannenden Erzählsträngen lag und den tollen Charakteren. Obwohl man viele bekannte Gesichter wiedersieht wie Dora, Millie und Helen, begegnen wir auch neuen Personen, von denen ich vor allem Violet in mein Herz geschlossen habe.

Neben den persönlichen Handlungssträngen der Schwestern, erfahren wir noch mehr vom Krankenhausleben, was mir sehr gut gefallen hat. Hinzu kommen noch die starken weiblichen Charaktere, die für mich ein riesiger Pluspunkt der Reihe sind. Ich liebe die Nightingale Schwestern!

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