Mittwoch, 24. Mai 2017

Der erste letzte Blick


WORUM GEHT'S?
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Endlich frei! Emery Lance kann es nicht erwarten, ihr Studium in West Virginia zu beginnen. Niemand kennt hier ihre Geschichte. Niemand weiß, was zu Hause geschehen ist. Dafür ist sie auch bereit, in Kauf zu nehmen, dass die Situation im Wohnheim alles andere als ideal ist. Nicht nur treibt ihr Mitbewohner sie regelmäßig in den Wahnsinn – sein bester Freund Dylan Westbrook bringt ihr Herz mit einem einzigen Blick zum Rasen ...

Bianca Iosivoni | 436 Seiten | 10,00 € (TB) | LYX | Band 1

MEINE MEINUNG
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Ich bin sehr vorsichtig und vor allem sehr kritisch geworden, was das Genre New Adult angeht. Das liegt vor allem daran, dass ich einfach schon zu viele Bücher aus diesem Bereich gelesen habe, die falsche Werte vermitteln oder ganz leicht durch ein anderes austauschbar wären, weil sie eben einer typischen 0-8-15-New-Adult-Handlung folgen. Der letzte erste Blick hatte es bei mir also nicht leicht und musste einiges leisten, um mich überzeugen zu können. Aber konnte es das?

Ciao, Mauerblümchen und Bad-Boy!
 
Die Grundidee, in der ein Mädchen alles hinter sich lässt, meist aufs College geht und dort dann ihren Traummann findet spriest derzeit ja regelrecht überall aus dem Boden. Damit kann man meiner Meinung nach also nicht mehr wirklich punkten. Dafür konnte dieses Buch aber umso mehr mit seinen Charakteren und vor allem mit seinen beiden Protagonisten bei mir landen. Endlich gibt es auf dem Buchmarkt eine Geschichte zu kaufen, in der es nicht um ein Mauerblümchen und einen Bad Boy geht, sondern um eine taffe junge Frau und einen jungen Mann, der das Herz am richtigen Fleck hat. Und das kann sehr spannend sein!

Emery trägt eine sehr unschöne Vergangenheit mit sich rum und hat dadurch eine imaginäre Schutzmauer um sich errichtet. Zu oft wurde sie enttäuscht und lässt daher ungern Menschen an sich heran. Dennoch ist sie nicht schüchtern, sondern sagt ihre Meinung und sollte ihr mal jemand zu nahe kommen, gibt es auch schon mal eins auf die Nase. Dylan hingegen ist ein herzensguter Mensch, der in Emery so viel mehr sieht als sie selbst. Da die Geschichte aus beiden Perspektiven geschrieben ist, war es immer wieder herzerwärmend zu lesen, was die beiden über einander denken, sich aber einfach nicht trauen zu sagen.

etwas lang, aber wenigstens witzig

Die Liebesgeschichte der beiden ist dann erfrischenderweise nicht mit einem ständigen Hin und Her gefüllt, sondern mit lustigen Streichen, die die beiden sich gegenseitig immer wieder als Rache spielen. Manche davon sind so witzig beschrieben, dass ich selbst lachen musste. Hinzu kommen noch die Nebencharaktere aus der College-Clique, die ich alle ins Herz geschlossen habe. Wenn man studieren geht, dann wünscht man sich, glaube ich, genau solche Menschen um sich herum. Ich freue mich daher auch schon auf den zweiten Band, der dann aus der Sicht von zwei anderen Personen geschrieben ist, die wir jetzt schon kennenlernen durften.

Mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch ist seine Länge. Ich habe mich trotz toller Charaktere, unterhaltsamer Lovestory und auch ernstem Thema bezüglich Emerys Vergangenheit manchmal gelangweilt. Es gab kleine Passagen, die mir einfach zu lang waren und in denen nicht viel passiert ist. Ansonsten kann ich Der letzte erste Blick nur empfehlen.



Ich bin ein kritischer New-Adult-Leser, weil in meinen Augen ziemlich viel Blödsinn in diesem Genre geschrieben wird. Umso neugieriger war ich auf den neuen Roman von Bianca Iosivoni, der schon im Vorfeld als etwas Besonderes angeworben wurde. Und zum Glück wurde ich nicht enttäuscht! Die Protagonisten sind keine 0-8-15-Schablonen von allen anderen New-Adult-Büchern, sondern frisch und neu. Witzige und gefühlvolle Situationen wechseln sich gekonnt ab und lassen einen in das Buch eintauchen. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.

Vielen Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!

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