Mittwoch, 15. Februar 2017

Das Juwel - Die Gabe


WORUM GEHT'S?
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Violet lebt in Armut, aber sie hat eine besondere Gabe. Eine Gabe, die ihre Chance und ihr Fluch zugleich ist …

Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen? Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

Amy Ewing | Andrea Fischer | 448 Seiten | 16,99 € (HC) | FISCHER FJB

MEINE MEINUNG
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Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch eigentlich von meinem SuB aussortieren wollte, weil ich viele Stimmen und Meinungen dazu gehört habe, die meinten, es wäre nur ein Abklatsch von Selection. Nun habe ich sie aber doch gelesen und die Leute, die dieses Buch mit Selection vergleichen, haben anscheinend eine komplett andere Geschichte gelesen als ich, denn sie ähnelt nicht mal im Ansatz der Reihe von Kiera Cass – Na gut, die Mädchen dort tragen auch schöne Kleider. 


Adelshäuser und Intrigen

Ich habe mich von der ersten Seite an in die Welt, die Amy Ewing mit Das Juwel – Die Gabe erschaffen hat, verliebt. Die Idee der Einzigen Stadt, die eigentlich eine Insel mitten im Ozean ist und sich durch verschiedene Sektoren wie zum Beispiel den Sumpf, die Farm, die Bank und das Juwel aufteilt, hat mich in seinen Bann gezogen, da sich hier mal wieder jemand richtig Gedanken gemacht hat. Vor allem das Juwel wird in Die Gabe sehr nah beleuchtet und mein Kopf wäre am liebsten explodiert wegen all der Adelshäuser, die er sich merken wollte. Wer Adelsgeschichten und Königshäuser mag, die untereinander Intrigen spinnen und sich dennoch gegenseitig zum Abendessen einladen, um immer im Gespräch zu bleiben, wird diese Geschichte lieben. 

Geniale Idee voller Spannung!

Neben all diesen Intrigen, Lästereien und Bällen steht natürlich auch Violet, Los 197, im Vordergrund der Handlung. Sie wird auf der Auktion von der Herzogin vom See ersteigert und muss nun ihr Surrogat sein. Was das genau ist, möchte ich noch nicht verraten, aber es sei euch gesagt: Ich liebe das Grundgerüst dieser Geschichte. Die Grundidee ist meines Erachtens noch nicht oft dagewesen und konnte mich daher von Anfang an packen. Manchmal hätte ich mir aber gewünscht, dass die Informationen ein wenig schneller gekommen wären, da ich mich als Leser öfter mal dumm gefühlt habe, weil ich nicht wusste, was dies oder das nun sein soll. Da hätte ich mir ein Glossar gewünscht.

Doch diese Informationslücke hat die Spannung auf jeden Fall wieder aufgewogen. Sobald es ein wenig ruhiger wurde und ich dachte, ich könnte das Buch nun zur Seite legen, um mich mal anderen Dingen zu widmen, kam eine überraschende Wendung oder die Herzogin kam in Violets Gemächer gestürmt oder ein spannendes Dinner stand an oder, oder, oder. Es gab immer etwas, was mich wieder an die Seiten des Buches gefesselt hat. 

Die Liebesgeschichte hätte nicht sein müssen.

Das Einzige – wirklich das Einzige! -, was mich bisher noch nicht so überzeugen konnte, war die Liebesgeschichte zwischen Violet und Mr.-Das-Verrate-Ich-Euch-Nicht. Wenn ihr das Buch lest, werdet ihr ja merken, wen ich meine und wenn ihr es schon gelesen habt, wisst ihr wen ich meine. Die Liebesgeschichte ging mir ein bisschen zu schnell und für mich kamen noch keine Gefühle rüber. Ich hoffe, dass ich in Band 2 der Reihe in dieser Hinsicht mehr mitfühlen kann. 



Das Buch wäre fast von meinem SuB geflogen, weil ich all den Stimmen Glauben schenken wollte, die meinten, dass diese Geschichte nur ein Abklatsch von Selection wäre. Zum Glück habe ich es doch gelesen! Der erste Band der Juwel-Trilogie konnte mich komplett überzeugen. Das liegt unter anderem an der Idee und Handlung, die mich kaum noch losgelassen hat. Eine ganz große Leseempfehlung!

Nur am Rande: Die Buchdeckel sind von innen wunderschön gestaltet und die vorderen Seiten sollte man sich unbedingt vor dem Lesen zu Gemüte führen, aber die hinteren Seiten – vor allem die Personenbeschreibungen – sind bis ca. Seite 350 tabu! Da könnte man sich nämlich spoilern. Dies nur als kleiner Tipp für alle, die es noch lesen wollen.

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